Dackel Vico schaut aus dem WuffCargo Hunderucksack auf einer Wanderung im Wald

Herbstwanderung mit Hund: Die Packliste für entspannte Touren

Die Packliste für Herbstwanderungen mit Hund: von Wasser und Erste-Hilfe-Set bis zur Tragehilfe für müde Beine, plus Tipps zu Jagdzeit, Dämmerung und dem Check nach der Tour.

Der Herbst ist für viele Hundemenschen die schönste Wanderzeit. Die Hitze ist vorbei, die Wälder leuchten, und die Hunde haben spürbar mehr Energie als im Sommer. Gleichzeitig ändert sich einiges: Die Tage werden kürzer, der Boden ist oft nass und kalt, und im Wald ist Jagdzeit. Wer das beim Packen berücksichtigt, hat mehr vom Tag. Wir haben unsere Packliste für Herbstwanderungen mit Hund zusammengestellt, inklusive der Dinge, die unser Vico nach einigen Touren nicht mehr missen möchte.

Vor der Tour: Route und Hund realistisch einschätzen

Die beste Packliste nützt wenig, wenn die Tour nicht zum Hund passt. Prüfen Sie vorher Länge, Höhenmeter und Wegbeschaffenheit. Viele Schweizer Wanderwege enthalten Abschnitte mit Treppen, Leitern oder Gitterrosten, die für kleine oder ältere Hunde zum Problem werden. Auf Wanderkarten und in Tourenportalen sind solche Stellen meist markiert.

Im Herbst kommt die Jagdzeit dazu. In vielen Kantonen und Gemeinden gelten dann in Wald- und Wildschutzgebieten besondere Regeln für Hunde. Achten Sie auf Hinweistafeln am Wegrand und leinen Sie im Zweifel an. Das schützt das Wild und Ihren Hund, denn ein Hund, der einem Reh hinterherjagt, ist schnell ausser Sicht. Planen Sie zudem die Dämmerung ein: Im Oktober wird es bereits gegen 18 Uhr dunkel, im November noch früher. Der Rückweg sollte bei Tageslicht geschafft sein oder Sie brauchen Licht für sich und den Hund.

Die Packliste für Ihren Hund

Diese Dinge gehören bei uns auf jede Herbstwanderung:

  • Wasser und faltbarer Napf: Auch bei kühlem Wetter trinken Hunde unterwegs viel. Brunnen sind im Herbst teils bereits abgestellt, und nicht jeder Bach ist sauber. Rechnen Sie grosszügig und bieten Sie alle 30 bis 60 Minuten Wasser an.
  • Futter und Leckerli in Portionen: Bei längeren Touren eine kleine Zwischenmahlzeit, dazu Leckerli fürs Rückrufen in Wildnähe. Am besten in einem verschliessbaren Beutel, damit nichts im Rucksack krümelt.
  • Kotbeutel: Mehr als Sie denken. Auf Wanderwegen gibt es selten Robidog-Stationen, also nehmen Sie volle Beutel bis zum nächsten Kübel mit.
  • Leine, Geschirr, Hundemarke: Eine normale Leine für Ortschaften und Schutzgebiete. Ein gut sitzendes Geschirr gibt Ihnen an steilen Stellen die Möglichkeit, den Hund zu sichern. Adresse oder Telefonnummer an Marke oder Halsband nicht vergessen.
  • Handtuch: Nasses Gras, Schlamm und Pfützen gehören zum Herbst. Ein saugstarkes Tuch macht die Rückfahrt im Auto oder ÖV deutlich angenehmer.
  • Wärme für Pausen: Kurzhaarige, kleine und ältere Hunde kühlen in Pausen schnell aus, vor allem wenn das Fell nass ist. Eine leichte Jacke oder eine Decke zum Draufliegen hilft.
  • Kleines Erste-Hilfe-Set: Selbsthaftende Bandage, Wunddesinfektion, eine Zeckenzange und die Telefonnummer Ihres Tierarztes. Zecken sind bis in den November aktiv, mehr dazu in unserem Artikel Zecken im Herbst.
  • Sichtbarkeit: Ein Leuchtanhänger oder ein reflektierendes Element am Halsband, falls es doch später wird als geplant.

Weitere praktische Begleiter für unterwegs, von der Wasserflasche bis zur Autositzmatte, finden Sie in unserer Collection Reisezubehör.

Wenn kleine Hunde müde werden: Tragehilfe einpacken

Unser Vico ist ein Dackel mit kurzen Beinen und grossem Wanderwillen. Bei langen Treppenpassagen, Leitern oder auf den letzten Kilometern einer Tour ist er trotzdem froh, wenn er mitgetragen wird. Deshalb kommt bei uns der WuffCargo Reise-Rucksack mit. Der Hund sitzt darin auf dem Rücken, die Vorderpfoten dürfen oben herausschauen, und durch die atmungsaktiven Mesh-Einsätze bekommt er genug Luft. Die Seitentaschen nehmen Leckerli und Kotbeutel auf, die verstellbaren Gurte verteilen das Gewicht auf beide Schultern.

Wichtig ist die richtige Grösse. Den WuffCargo gibt es in vier Grössen von S für Hunde mit 1 bis 4 kg bis XL für Hunde mit 12 bis 15 kg, jeweils in Rot, Grau, Schwarz und Blau, ab CHF 49.95. Messen Sie vor dem Kauf die Rückenlänge Ihres Hundes und vergleichen Sie sie mit der Grössentabelle auf der Produktseite. Sitzt der Rucksack zu eng, wird der Hund unruhig, sitzt er zu locker, rutscht er beim Gehen. Üben Sie das Ein- und Aussteigen einige Male zu Hause mit Leckerli, bevor es auf die erste Tour geht. Und ein Hinweis in eigener Sache: Der Rucksack ist eine Hilfe für schwierige Stellen und müde Beine, kein Ersatz fürs Laufen. Bewegung bleibt das Beste, was Ihr Hund unterwegs bekommen kann.

Alles griffbereit: die Gassitasche als Hüfttasche

Wer schon einmal mit Leine in der einen Hand und Hund im Blick den Rucksack nach Kotbeuteln durchwühlt hat, weiss, warum eine Hüfttasche unterwegs Gold wert ist. Die SilkeN Gassitasche ist aus wasserabweisendem Nylon und hat zwei aufgesetzte Fronttaschen für Leckerli, eine Seitentasche für Kotbeutel und D-Ringe zum Einhängen von Hundepfeife oder Schlüssel. In den drei grossen Fächern finden Handy und Portemonnaie Platz. Die Tasche wird mit einem 140 cm langen Riemen geliefert und lässt sich als Gürteltasche, über der Schulter oder am eigenen Gürtel tragen. Sie misst rund 21 x 13 x 6 cm und ist in Beige, Braun, Schwarz, Blau und Rot erhältlich, für CHF 69.00. Auf unseren Waldrunden hat Vico sie bereits als Kopfkissen getestet und für gut befunden.

Nach der Wanderung

Zu Hause angekommen, lohnt sich ein kurzer Check. Kontrollieren Sie die Pfoten auf Risse, Dornen und Steinchen zwischen den Ballen. Suchen Sie den Hund nach Zecken ab, besonders an Kopf, Ohren, Hals und Achseln. Trocknen Sie das Fell gut ab und geben Sie Ihrem Hund Ruhe, bevor es Futter gibt. Wenn Ihr Hund nach der Tour lahmt, ungewöhnlich müde ist oder nicht fressen mag, ist ein Anruf beim Tierarzt der richtige Weg.

Häufige Fragen

Darf mein Hund im Herbst überall frei laufen?

Nein. Während der Jagdzeit und in Wildschutzgebieten gelten in vielen Kantonen und Gemeinden Einschränkungen, die Regeln unterscheiden sich regional. Beachten Sie die Hinweistafeln am Wegrand und leinen Sie in Waldgebieten mit Wild im Zweifel an. Frei laufen sollte ein Hund nur dort, wo es erlaubt ist und wo er zuverlässig abrufbar ist.

Wie viel Wasser brauche ich für meinen Hund auf einer Wanderung?

Das hängt von Grösse, Anstrengung und Wetter ab. Als Orientierung: Für einen kleinen Hund auf einer Halbtagestour packen wir mindestens einen halben Liter nur für ihn ein, bei grossen Hunden entsprechend mehr. Bieten Sie regelmässig kleine Mengen an, statt einmal viel. Ist die Flasche leer, bevor die Tour zu Ende ist, war es zu wenig.

Ab wann darf ein junger Hund mitwandern?

Welpen und Junghunde sollten keine langen Touren mit vielen Höhenmetern gehen, weil Knochen und Gelenke noch im Wachstum sind. Kurze, flache Spaziergänge in neuer Umgebung sind hingegen wertvoll. Wann Ihr Hund für längere Wanderungen bereit ist, hängt von Rasse und Entwicklung ab. Fragen Sie im Zweifel Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.

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