Kaum werden die Tage kürzer, liegen sie wieder überall: Hundehaare auf dem Sofa, im Auto und an der Lieblingshose. Der herbstliche Fellwechsel ist für Hunde völlig normal, für den Haushalt aber eine Herausforderung. Mit der richtigen Pflege unterstützt du deinen Hund in dieser Zeit, reduzieren lose Haare in der Wohnung und beugen Verfilzungen vor. Wir zeigen dir, worauf es ankommt.
Warum dein Hund gerade jetzt so viel Fell verliert
Zweimal im Jahr stellt der Hundekörper das Fell auf die kommende Saison um. Im Herbst wird das leichte Sommerfell abgestossen, damit das dichte Winterfell mit seiner wärmenden Unterwolle nachwachsen kann. Ausgelöst wird dieser Prozess vor allem durch die kürzeren Tage und die sinkenden Temperaturen. Je nach Rasse, Alter und Haltung dauert der Fellwechsel etwa vier bis acht Wochen. Hunde mit dichter Unterwolle verlieren dabei deutlich mehr Haare als kurzhaarige Rassen, und Wohnungshunde wechseln das Fell wegen der künstlichen Beleuchtung und Heizungsluft oft weniger ausgeprägt, dafür fast das ganze Jahr über ein bisschen.
Übrigens: Ob das frische Winterfell im Ernstfall reicht oder dein Hund bei Kälte zusätzlichen Schutz braucht, liest du in unserem Beitrag Friert mein Hund? Anzeichen erkennen und was wirklich hilft.
Regelmässiges Bürsten: die wichtigste Pflege im Fellwechsel
Nichts hilft im Fellwechsel so zuverlässig wie die Bürste. Regelmässiges Bürsten entfernt lose Haare und abgestorbene Unterwolle, bevor sie sich in der Wohnung verteilen oder im Fell verknoten. Gleichzeitig massierst du die Haut, fördern die Durchblutung und verteilen den natürlichen Talg, der das neue Fell zum Glänzen bringt. Während des Fellwechsels darf es täglich eine kurze Einheit sein, ansonsten reichen bei den meisten Hunden zwei bis drei Runden pro Woche.
Praktisch ist eine doppelseitige Bürste wie unsere FurGone Bürste (ab CHF 14.95): Die Seite mit den feinen Borstenstiften löst Knötchen und nimmt lose Unterwolle auf, die weiche Seite glättet das Deckhaar zum Abschluss. Sie ist in zwei Grössen erhältlich, sodass vom kleinen Dackel bis zum grossen Hund jeder passend gebürstet wird. Wichtig bei allen Bürsten: mit sanftem Druck in Wuchsrichtung arbeiten und empfindliche Stellen wie Bauch und Achseln besonders vorsichtig behandeln.
Für empfindliche Hunde: der Pflegehandschuh
Nicht jeder Hund lässt sich gerne bürsten. Gerade junge oder empfindliche Tiere empfinden eine Bürste anfangs als ungewohnt. Hier hat sich der Pflegehandschuh bewährt: Du streichelst deinen Hund einfach, und die weichen Silikonnoppen sammeln dabei die losen Haare ein. Für den Hund fühlt sich das wie eine Massage an, viele geniessen die Pflege sichtbar. Unser FurCare Handschuh (CHF 19.95) ist in mehreren Farben sowie für die linke und rechte Hand erhältlich. Auch unser Vico, sonst kein Freund von langen Pflegesitzungen, hält beim Handschuh geduldig still. Als Nebeneffekt lassen sich mit den Noppen auch Haare von Sofa, Decke und Autositz aufnehmen.
Weitere Helfer für die tägliche Pflege, von der Krallenschere bis zur Zahnbürste, findest du in unserer Kollektion Hundepflege.
Haut und Ernährung nicht vergessen
Das neue Winterfell wird buchstäblich aus Nährstoffen gebaut. Eine ausgewogene, hochwertige Ernährung mit ausreichend Protein unterstützt den Hund deshalb in dieser Zeit besonders. Achte zudem darauf, dass dein Hund genug trinkt. Baden solltest du im Fellwechsel nur, wenn es wirklich nötig ist: Häufiges Shampoonieren trocknet die Haut aus. Wenn es sein muss, verwende ein mildes Hundeshampoo und trockne deinen Hund danach gut ab.
Wann du den Tierarzt einbeziehen solltest
Starker Haarverlust im Herbst ist normal, kahle Stellen sind es nicht. Aufmerksam werden solltest du, wenn dein Hund sich auffällig oft kratzt, die Haut gerötet oder schuppig ist, das Fell stumpf wirkt oder der Haarausfall auch lange nach dem Fellwechsel nicht nachlässt. Dahinter können Parasiten, Allergien oder hormonelle Ursachen stecken. In diesen Fällen gehört dein Hund in die Tierarztpraxis, denn Pflege allein löst solche Probleme nicht.
Häufige Fragen
Wie lange dauert der Fellwechsel beim Hund?
In der Regel vier bis acht Wochen. Dauer und Intensität hängen von Rasse, Alter, Hormonlage und Haltung ab. Wohnungshunde verlieren oft das ganze Jahr über etwas Fell, dafür fällt der saisonale Wechsel schwächer aus.
Wie oft soll ich meinen Hund im Fellwechsel bürsten?
Idealerweise täglich eine kurze Einheit von wenigen Minuten. So bleiben die losen Haare in der Bürste statt auf dem Sofa, und du erkennst Veränderungen an Haut und Fell frühzeitig. Ausserhalb des Fellwechsels genügen meist zwei bis drei Einheiten pro Woche.
Hilft Baden gegen den Haarverlust?
Nur bedingt. Ein lauwarmes Bad kann lose Haare lösen, häufiges Waschen trocknet aber die Haut aus und kann den Haarverlust sogar verstärken. Bürsten oder ein Pflegehandschuh sind die bessere Wahl. Wenn du badest, dann mit einem milden Hundeshampoo.


