Der erste Kälteeinbruch kommt selten mit Vorankündigung. Eben noch milde Herbsttage, dann fällt das Thermometer über Nacht und der Morgenspaziergang fühlt sich plötzlich nach Winter an. Wer die Ausrüstung erst dann hervorkramt, merkt oft: Der Mantel vom letzten Jahr sitzt zu eng, die Decke müsste eigentlich gewaschen werden und das Körbchen steht immer noch direkt an der Balkontür. Deshalb lohnt es sich, den Hund jetzt winterfest zu machen, solange noch Zeit dafür ist. Mit dieser Checkliste gehst du die wichtigsten Punkte in Ruhe durch.
Der Schlafplatz: warm, zugfrei und weg vom kalten Boden
Im Winter wird der Schlafplatz zum wichtigsten Ort im Hundeleben. Prüfe zuerst den Standort: Liegt das Bett in einem Durchgang, direkt an einer Aussentür oder auf einem Boden, der spürbar auskühlt? Dann verschiebst du es ein paar Meter, bevor die kalten Wochen beginnen. Zugluft in Bodennähe unterschätzt man leicht, weil wir Menschen sie auf Sofahöhe gar nicht spüren. Halte die Hand einige Minuten dorthin, wo dein Hund schläft, dann weisst du mehr.
Eine zusätzliche Lage isoliert gegen Bodenkälte und lässt sich unkompliziert waschen. Eine weiche Schmeicheldecke (ab CHF 9.95, in drei Grössen von 40x60 bis 80x100 cm) kannst du ins Körbchen legen, aufs Sofa oder als Reservedecke fürs Auto nutzen. Wasche Bett und Decken am besten jetzt, dann ist alles frisch, bevor der Hund sie im Winter täglich braucht.
Der Mantel-Check: jetzt anprobieren, nicht beim ersten Frost
Nicht jeder Hund braucht einen Mantel. Robuste Rassen mit dichter Unterwolle kommen meist bestens ohne aus. Kurzhaarige Hunde ohne Unterwolle, ältere Tiere und tief gebaute Hunde, deren Bauch nah über dem kalten Boden schwebt, sind dagegen froh um eine wärmende Schicht. Unser Vico gehört als Dackel zur letzten Gruppe: kurze Beine, langer Rücken, wenig Abstand zum Boden.
Falls dein Hund letzten Winter schon einen Mantel getragen hat, probier ihn jetzt an. Sitzt er noch, ohne zu spannen oder zu rutschen? Sind Klettverschlüsse und Nähte intakt? Falls ein neuer her muss, miss deinen Hund stehend: Rückenlänge vom Halsansatz bis zum Rutenansatz, dazu Hals- und Brustumfang. Für Dackel und andere kurzbeinige, langgezogene Hunde haben wir den CozyDachs Wintermantel (ab CHF 39.95) im Sortiment: geschnitten mit langem Rücken und kurzen Beinöffnungen, aussen wasserabweisend und winddicht, innen mit weichem Fleece gefüttert, erhältlich in Beige und Marineblau in den Grössen S bis L. Die Grössentabelle mit Massen und Gewichts-Richtwerten findest du direkt auf der Produktseite.
Plane auch ein paar Tage Gewöhnung ein. Lass den Hund den Mantel zuerst kurz in der Wohnung tragen, mit Leckerli und ohne Aufhebens. Wenn der erste Frost kommt, ist das Anziehen dann längst Routine.
Pfoten und Krallen nicht vergessen
Kälte, Nässe und später Streusalz beanspruchen die Pfoten stärker als der Sommerboden. Kontrolliere jetzt die Krallenlänge und schneide bei langhaarigen Hunden vorsichtig die Haare zwischen den Ballen etwas zurück, dort bilden sich sonst Eis- und Schneeklumpen. Gewöhne dir an, die Pfoten nach jeder Runde kurz anzuschauen und bei Bedarf mit lauwarmem Wasser abzuspülen, sobald gesalzen wird. Wenn Ballen über längere Zeit rissig oder gerötet sind, lass das in der Tierarztpraxis anschauen.
Routine anpassen: kürzere Tage, kürzere Runden
Mit dem Kälteeinbruch verschieben sich auch die Spaziergänge. Die grosse Runde liegt bald in der Dämmerung, also prüfe Leuchthalsband und Reflektoren rechtzeitig auf Funktion und Batterien. An richtig kalten Tagen gilt: lieber mehrere kürzere Runden als eine lange, bei der der Hund auskühlt, und zwischendurch in Bewegung bleiben statt lange am Wegrand zu warten. Alles Weitere für die kalte Jahreszeit, vom Wintermantel bis zur Decke, findest du gesammelt in unserer Kollektion Winter & Kälte.
Woran du merkst, dass dein Hund friert
Alle Vorbereitung ersetzt nicht den Blick auf den eigenen Hund. Zittern, eine geduckte Haltung, angezogene Pfoten oder das Drängen Richtung Haustür sind deutliche Zeichen, dass ihm kalt ist. Wie du diese Anzeichen sicher erkennst und was dann hilft, haben wir im Beitrag Friert mein Hund? ausführlich beschrieben.
Häufige Fragen
Ab welcher Temperatur braucht mein Hund einen Mantel?
Eine feste Gradzahl gibt es nicht, dafür sind Grösse, Fell und Alter zu unterschiedlich. Beobachte deinen Hund: Zittert er, verspannt er sich oder will er auffällig schnell nach Hause, ist es für ihn zu kalt. Kleine, kurzhaarige und ältere Hunde brauchen einen Mantel deutlich früher als grosse Hunde mit dichter Unterwolle.
Soll ich den Schlafplatz im Winter direkt an die Heizung stellen?
Besser nicht. Direkt am Heizkörper wird es vielen Hunden zu warm und die Haut trocknet aus. Ideal ist ein zugfreier Platz im gewohnten Zimmer, etwas erhöht oder mit einer isolierenden Unterlage gegen die Bodenkälte, mit genug Abstand zur Heizquelle.
Darf mein Hund im Winter Schnee fressen?
Besser nicht. Grössere Mengen Schnee können den Magen reizen, dazu kommen Streusalz und Split, die im Schnee hängen bleiben. Nimm auf die Winterrunde besser Wasser mit, wenn dein Hund unterwegs gerne trinkt, und lenk ihn vom Schneeschnappen mit einem Spiel ab.


